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Ein Besuch im orthodoxen Viertel in Jerusalem ist, als würde man in eine andere Welt eintauchen. Oder vielleicht ging es nur mir so, weil ich doch alles etwas sehr befremdlich fand.

Die Damen und Herren und auch die Kinder in diesen Straßen sehen sich alle sehr ähnlich. Alle tragen dunkle, lange, bedeckende Kleidung. Die Herren allesamt Hüte, manche sogar aus Fell. Auch die Damen bedecken ihren Kopf aus religiösen Gründen oder tragen eine Perücke. Sieht man nicht oft, so Perücken und entsprechend irritiert sah ich sie an…

Als wir da waren, war es ein Tag vor Yom Kippur, einem der höchsten jüdischen Feiertage. Dementsprechend gab es ein riesiges Angebot an Dekoration für dieses Fest und die Läden verkauften spezielles Equipment, dass für die Rituale an diesem Tag notwendig ist. Viele waren mit Koffern unterwegs, weil sie zu diesem Fest ihre Familien besuchen kamen. Die Balkone wurden schon für das nächste Fest vorbereitet und Hütten mit Palmblättern als Dach errichtet.

Überall hingen Plakate, die für spezielle Zitronen warben, die für das Fest wichtig sind, oder für Hühner, die man kaufen konnte um all seine Sünden auf sie zu übertragen und sich somit rein zu waschen. Da die Orthodoxen keine Zeitungen lesen, werden Sie über wichtige Neuigkeiten, wie z.B. Todesfälle ebenfalls auf Plakatwänden hingewiesen.

Alles ein wenig anders hier… seht selbst… Eure Ann Cathrin

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